6 Tricks bei der Eisenversorgung

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Veganer leiden an Eisenmangel? Das stimmt nur bedingt. Eisenmangel ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, wobei Frauen grundsätzlich eher davon betroffen sind als Männer. Sicher ist: In Pflanzen steckt viel mehr Eisen, als gemeinhin angenommen. Und Veganer und Vegetarier nehmen im Vergleich zu Mischköstlern tatsächlich mehr Eisen auf. Leider wird pflanzliches Eisen jedoch schlechter resorbiert. Die folgenden Tricks verraten Ihnen, wie Sie durch richtige Handhabung und Zusammenstellung Ihrer Nahrung positiv auf Ihre Eisenaufnahme einwirken können:

TRICK 1

Eisen aus pflanzlicher Nahrung ist schwerer verwertbar als jenes aus tierischer Kost. Nimmt man aber zu jeder eisenhaltigen Nahrung auch Vitamin C auf, kann das Vitamin C das Eisen zwei- bis viermal besser verwertbar machen.

TRICK 2

In Labortests konnte festgestellt werden, dass die Eisenaufnahme gehemmt wird, wird zusätzlich Calcium zugeführt. Zwar beruhen diese Tests auf Dosierungen, die über die alltägliche Nahrungsaufnahme kaum zu erreichen sind. Wer aber sicher gehen will, sollte entsprechende Kombinationen meiden, wie zum Beispiel eisenhaltige Haferflocken und Sojamilch, die mit Calcium angereichert wurde.

TRICK 3

Auch die in pflanzlicher Nahrung vorkommende Oxalsäure ist ein bekannter Eisenhemmer: Wem also Wert auf sein Eisen legt, sollte eisenhaltige Lebensmittel weniger oft mit solchen kombinieren, die viel Oxalsäure enthalten. Allerdings ist manch oxalsäurehaltiges Lebensmittel, wie zum Beispiel Rote Bete, oft gleichzeitig reich an Eisen. Durch Kochen, dämpfen und blanchieren kann man aber den Oxalsäuregehalt verringern.

TRICK 4

Viele Getreide und Hülsenfrüchte enthalten Phytinsäure, zum Beispiel Weizen und Soja. Phytinsäure kann sich mit dem Eisen aus der Nahrung so fest verbinden, dass eine Aufnahme des Minerals über die Darmwand nicht mehr möglich ist. Durch Fermentation, etwa im Sauerteig, aber auch gären, rösten, einweichen und keimen wird der Phytinsäuregehalt von Lebensmitteln gesenkt.

TRICK 5

Gusseisernes Kochgeschirr! Kleinste Eisenmengen lösen sich ab und landen im Essen. Wandern von dort in unserem Magen und schließlich dahin, wo Eisen am meisten gebraucht wird: in den roten Blutzellen und Enzymen. Manchmal kann es so einfach sein!

TRICK 6

Tannine, enthalten zum Beispiel in Kaffee und grünem und schwarzem Tee, hemmen ebenfalls die Aufnahme von Eisen. Sollte ein Mangel bestehen, empfiehlt es sich, den Genuss einzuschränken, und einen großen zeitlichen Abstand zwischen Heißgetränk und Nahrungsaufnahme zu legen.

FAZIT

Grundsätzlich sollte man, unabhängig von der Ernährungsweise, bei Symptomen wie Müdigkeit und Abgeschlagenheit auch mal seinen Eisenwert kontrollieren lassen. Eisenmangel kann viele Ursachen haben, wie Erkrankungen, Vergiftungen und Resorptionsstörungen, und ist deswegen keineswegs immer auf ungenügende Zufuhr zurückzuführen. Nur regelmäßige Tests (und bei einem Mangel die Überwachung weiterer Parameter) helfen, den wahren Ursachen auf die Schliche zu kommen.

Schaut Euch dazu auch die Infografik zu „Kritische Nährstoffe – Eisen“ an.