Wintermüdigkeit? 5 Lebensmittel, die dir helfen können.

5LebensmittelFit

Wer kennt es nicht? Weihnachten ist vorbei, Silvester auch, das neue Jahr beginnt…und doch immer noch Winter. Der Lichtmangel, der Arbeitsalltag, der seine Klauen wieder nach uns ausstreckt, winterliche Temperaturen und das ganze Futtern der vergangenen Wochen – das alles macht uns träge und müde.
Dieser Phlegmatismus passt natürlich so gar nicht zu unseren neu gefassten Vorsätzen und Plänen, energiegeladen und mit den besten Absichten in 2016 durchzustarten. Die gute Nachricht: Mit ein paar Tricks und Kniffen können wir uns munter essen!

Fit-Food gegen Wintermüdigkeit lautet die Devise. Die folgenden 5 Lebensmittel eignen sich dazu super

1. Grüner Tee

Grüner Tee hat es in sich! Ebenso wie Kaffee enthält er nämlich Koffein. Im Tee ist es stärker an andere Stoffe gebunden als im Kaffee, weshalb die wach machende Wirkung etwas verzögert und sanfter einsetzt, dafür aber dafür auch länger anhält. Die Nervosität, die manche Kaffeetrinker bei sich bemerken, bleibt aus. Der Koffeingehalt einer Tasse grünen Tees variiert zwar je nach Zubereitungsart, kann es aber durchaus mit der morgendlichen Tasse Kaffee aufnehmen. Noch dazu wird dem grünen Muntermacher aufgrund wertvoller sekundärer Pflanzenstoffe eine gesundheitsfördernde Wirkung zugesprochen – also definitiv ein Fitmacher!

2. Mandeln

Mandeln sind eine super Quelle für hochwertige Fette, Ballaststoffe und Proteine. Damit liefern sie langanhaltend Energie, ohne jedoch den Blutzucker in die Höhe schießen zu lassen und wirken zugleich als Appetitbremse – der ideale Snack im Kampf gegen das Mittagstief also! Noch dazu liefern Mandeln Vitamin E, Beta-Carotin und viele Vitamine des B-Komplexes. Auch an Mineralstoffen und Spurenelementen bringt die vielseitige Steinfrucht einiges mit. Sie gilt sogar als Top-Lieferant für Calcium und Magnesium. Ungesalzen und ungeröstet können wir also ruhig zugreifen: ca. 40 g am Tag sind empfehlenswert und geben uns den Energie-Kick, den wir brauchen.

ACHTUNG: Bei einem regelmäßigen Verzehr von Nüssen und Samen, wie es bei einer pflanzenbasierten Kost oft der Fall ist, wird das vorherige Einweichen („Wässern“) empfohlen: Durch das Einweichen wird die enthaltene Phytinsäure ausgeschwemmt, welche ansonsten Mineralien wie Magnesium, Calcium, Eisen und Zink unlöslich bindet und langfristig zu einem Mineralienmangel führen kann. Auch die Eiweißverdauung wird negativ durch Phytinsäure beeinflusst. TIPP: Gleich auf Vorrat größere Mengen einweichen (12 Stunden) und wieder trocknen, um so im Alltag Zeit und Nerven zu sparen!

3. Petersilie

Beliebt als Dekoration am Tellerrand, wird die Petersilie häufig unterschätzt: Neben einem hohen Vitamin C-Gehalt, wartet das Kraut dank der in den dunkelgrünen Blätter enthaltenden Flavonoide mit außergewöhnlichen antioxidativen Eigenschaften auf. Der typische Geruch der Petersilie ist auf ätherische Öle zurückzuführen. Studien haben ergeben, dass die Öle eine schmerzlindernde Wirkung sowie in Kombination mit Chlorophyll eine Wirksamkeit gegen unangenehmen Mundgeruch haben. Dazu einfach auf den rohen Petersilienblättern kauen. Wer derzeit noch Probleme hat morgens hoch zu kommen oder sogar unter leichten Kopfschmerzen leidet, kann also davon profitieren, Petersilie regelmäßig in seine Ernährung mit einzubauen! TIPP: Beim Kochen erst ganz zum Schluss über die Gerichte geben, damit die Inhaltsstoffe erhalten bleiben.

Nice to know: In der Schwangerschaft sind viele Frauen verunsichert, da sich gerade im Internet einige Warnungen zu der potentiell wehenauslösenden Wirkung von Petersilie finden. Bei hoher Dosierung weisen die Inhaltsstoffe tatsächlich eine stimulierende Wirkung auf die Gebärmutter auf – in Maßen kann mit dem Kraut jedoch auch während dieser Zeit gewürzt werden. Übertreiben sollte man es nicht: einige Stängel je Kochvorgang (wie sie z.B. in einem Bund Suppengrün zu finden sind) stellen in der Regel jedoch kein Problem dar.

4. Grapefruit

Die herb-süßliche Zitrusfrucht ist eine richtige kleine Fitnessbombe: kalorien- und fettarm versorgt sie uns mit dem Ballaststoff Pektin, der nicht nur appetitregulierend wirkt, sondern auch unsere Verdauung unterstützt und einen senkenden Effekt auf den Cholesterinspiegel hat. Wie alle Zitrusfrüchte enthält die Grapefruit den Bitterstoff Naringin, welcher als Entgiftungsenzym gilt. Das außerdem enthaltene und für die rosarote Farbe verantwortliche Carotinoid Lycopin wirkt antioxidativ und schützt unsere Zellen vor Alterung und unterstützt das Immunsystem. Mit circa 45 mg Vitamin C je 100g und verschiedenen Vertretern des B-Komplexes gibt uns die Grapefruit morgens die Vitaminspritze, die wir brauchen, um in Gang zu kommen. TIPP: Wem die Frucht zu bitter ist, kann sie auch gut in einem Smoothie verarbeiten, z.B. zusammen mit Mango, Rucola, Bananen und einem Schuss Mandelmilch. Sehr lecker!

5. Bananen

Stichwort Bananen! Bananen sind ebenfalls wie Mandeln ein wunderbarer Snack, wenn im Büro das Nachmittagstief droht: Dank der Aminosäure Tryptophan sorgen Bananen für gute Laune und ein inneres Wohlgefühl (wer wünscht sich das nicht beim Arbeiten?!). Im Gehirn wird das Tryptophan zum Botenstoff Serotonin umgewandelt, welches zu den sogenannten „Glückshormonen“ gehört, da es in uns ein Gefühl der Gelassenheit, inneren Ruhe und Zufriedenheit auslöst. Angstgefühle, Aggressivität, Kummer und auch Appetit werden gedämpft. Die hohen Gehalte an Kalium und B-Vitaminen wirken sich zudem positiv auf die Regulierung des Blutzuckerspiegels aus. Ein konstanter Blutzuckerspiegel hilft uns dabei, fit und fokussiert den Alltag zu meistern. Ein Hoch auf den gelben Gute-Laune-Kick!

Quellen:

  1. Arab, L., Liu, W., & Elashoff, D. (2009): Green and black tea consumption and risk of stroke a meta-analysis.Stroke, 40(5), 1786-1792.
  2. Cai, Y., Kurita-Ochiai, T., Hashizume, T., Yamamoto, M. (2013): Green tea epigallocatechin-gallate attenuates Porphyromonas gingivalis-induced atherosclerosis, Pathog. Dis., 67, pp. 76–83
  3. Dreosti, I.E (2000): Antioxidant polyphenols in tea, cocoa, and wine, Nutrition, 16 ,pp. 692–694
  4. Hoffman, Richard; Gerber, Mariette ( 2015):Food Processing and the Mediterranean Diet, Nutritients, Volume: 7   Issue: 9   Pages: 7925-7964.
  5. Kuriyama, S. Shimazu, T. Ohmori, K., et al. (2006): Green tea consumption and mortality due to cardiovascular disease, cancer, and all causes in Japan: the Ohsaki study, JAMA, 13 , pp. 1255–1265
  6. Mayhew, A.J., Souza de, R.J., Meyre, D., Anand , SS., Mente, A (2016): A systematic review and meta-analysis of nut consumption and incident risk of CVD and all-cause mortality. British Journal of Nutrition, 115, pp 212-225.
  7. Pereek, P. (2016): Chapter 3 – Nutritional and Biochemical Composition of Banana (Musa spp.) Cultivars, IN: Nutritional Composition of Fruit Cultivars Nutrition,pp. 49 – 81 Academic Press.
  8. Vicente, A. R., Manganaris, G. A., Sozzi, G. O., & Crisosto, C. H. (2009). Nutritional quality of fruits and vegetables.Postharvest handling: a system approach. FLORKOWSKI, WJ, 58-93.
Foto: Stocksy